Nein zur Halbierungsinitiative
Am 8. März wird über die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» abgestimmt. Diese Initiative gefährdet die Sprachenvielfalt in der Schweiz und besonders auch in den Medien. Das Betrifft auch die Gebärdensprachen.
Es geht nicht um 200 Franken. Es geht um alles, was wir täglich brauchen – Um Informationen, Zugang und Gleichberechtigung
Marinus Spiller – Präsident Schweizerischer Gehörlosenbund (SGB-FSS)
SRG-Initiative: Fakten statt Mythen
Was will die Halbierungsinitiative (SRG-Initiative)?
Die «Halbierungsinitiative» will die Haushaltsabgabe (Serafe Gebühr) für Radio und Fernsehen von heute 335 Franken auf 200 Franken senken. Unternehmen sollen vollständig von der Abgabe befreiet werden.
Warum lehnt der Gehörlosenbund die Initiative ab?
Die SRG SSR (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) bietet ein barrierefreies Angebot mit Inhalten in den Schweizer Gebärdensprachen sowie mit Untertiteln oder Audiodeskriptionen an. Diese Inhalte sind essenziell für einen gleichberechtigten Zugang für gehörlose und hörbehinderte Menschen.
Mit einer Halbierung des Budgets der SRG SSR könnte sie das heutige Angebot für gehörlose und hörbehinderte Menschen nicht aufrechterhalten. Damit würde der Zugang zu Informationen eingeschränkt, Übersetzungen gekürzt und viele Inhalte könnten ganz verschwinden.
Warum schadet die Halbierungsinitiative der Schweiz langfristig massiv?
135 Franken pro Jahr sparen, scheint gut zu sein – Aber die Initiative schliesst gehörlose und hörbehinderte Menschen aus der Gesellschaft aus, schränkt ihren Zugang zu Informationen weiter ein und setzt die Vielsprachigkeit der Schweiz auf Spiel.
Die gesellschaftlichen Kosten die dadurch entstehen sind um ein Vielfaches höher als 135 Franken.
